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Hoher MRSA-Anteil in Krankenhäusern
MRSA stellen besonders in Krankenhäusern der Maximalversorgung eine erhebliche Herausforderung dar. Hierzulande sind insgesamt etwa 20–25 % der bei Hospitalinfektionen nachgewiesenen S. aureus-Stämme MRSA. Auf manchen Intensivstationen liegt der MRSA-Anteil an den nachgewiesenen S. aureus-Stämmen deutlich über 50 %. Auch in Langzeitpflegeeinrichtungen kommen MRSA-Infektionen gehäuft vor.
Insgesamt infizieren sich in Deutschland jährlich ungefähr 50.000 Menschen mit MRSA. Begünstigt wird die Ausbreitung multiresistenter Staphylokokken durch den großzügigen, teils unkritischen Einsatz von Breitspektrumantibiotika – nicht nur in Kliniken, sondern auch in der ambulanten Praxis. MRSA treten daher zunehmend auch außerhalb des Krankenhauses als Infektionserreger in Erscheinung – man spricht dann von CA-MRSA (community-acquired), ambulant erworbenen MRSA.
MRSA kommen auch außerhalb der Kliniken vor
In Deutschland werden CA-MRSA-Infektionen bisher nur im Rahmen räumlich und zeitlich begrenzter Ausbrüche oder als sporadische Einzelfälle beobachtet.
In den USA jedoch sind CA-MRSA ein wichtiges Gesundheitsproblem in der Allgemeinbevölkerung. CA-MRSA-Infektionen von Haut und Weichteilen treten gehäuft in Bevölkerungsgruppen auf, bei denen räumliche Enge und Körperkontakt eine Infektionsübertragung begünstigen, zum Beispiel bei Mannschaftssportlern, Soldaten, Gefängnisinsassen oder Kindergartenkindern. Einige CA-MRSA-Stämme produzieren Toxine, die zu komplizierteren Krankheitsverläufen beitragen können.